Kurzinfo

Kreativarena in Ilmenau am 21./22.10.2017 und in Jena am 04./05.11.  2017 in der POM-Arena am Jenzigweg. Mehr

Kreativarena im Freien Wort Ilmenau

Am Samstag hat uns der Journalist Karl-Heinz Veit vom Freien Wort Ilmenau bei der ersten Kreativarena in der Festhalle Ilmenau besucht. Begeistert von der Veranstaltung schrieb er folgenden schönen Artikel.


Die „Kreativarena“ in der Festhalle zog viele Besucher an und gab diesen Anregungen für „Handgemachtes zum Selbermachen“. Eine Fortsetzung dieses Events könnte es im Herbst geben, meinen die Veranstalterinnen Lucila Martinez und Heidi Kubieziel.

Ilmenau.
Die Festhalle eine Arena? Natürlich keine für Rad- oder Boxsport. Auch ein „virtueller Stierkampf“ war am Wochenende dort weder zu vermuten noch zu erwarten.
Der große Saal bot hingegen viel Platz, als eine „Kreativarena für Handgemachtes“. Diese Art einer Angebotsmesse für all das Schöne, Kreative und Freude bringende, das dem Dasein des Zeitgenossen eine angenehme, süße Würze geben kann oder ein Sahnehäubchen aufzusetzen vermag, war die erste ihrer Art in Ilmenau. Und sie traf voll ins Schwarze.
Etliche hundert Besucher, denen es zum Spazierengehen im Stadtpark zu kalt, ein Museumsbesuch mit der interessanten Sonderausstellung zu speziell und eine andere Unternehmung mit Kindern nicht geplant war, kamen, staunten und freuten sich bei kleinem Eintritt („Heutzutage kostet ja alles Geld. Und was nichts kostet, meinen manche, ist ja auch nichts wert“, sagte eine Besucherin).
Ein Jahrmarkt der Möglichkeiten, was es so ziemlich alles, was es an Kunst, auch gutem Kitsch, schönem Schmuck, wunderbaren Drucken und Brauchbarem, wie nicht Brauchbarem gibt und mit Geschick in Handarbeit herstellbar ist, hatte sich an mehr als 40 Ständen samt ihren Schöpfern und Verkäufern versammelt.
Die Seifensieder und Cremes- Herstellerinnen, der Drucker, der Drechsler und Laubsägen- Arbeiter, die Häklerin und die Spinnfrau, die Schmuckgestalterin und die Schneiderin, die Kaffee- Zubereiterin und der für Unterhaltung sorgende Musiker kamen sich gegenseitig nicht ins Gehege. Synergie- Effekt wird das genannt, wenn einer vom anderen Kreativen profitiert und die „Besucher- Kunden“ daraus ihren Nutzen ziehen können.
„Ich bin gekommen, um mir Anregungen zu holen. Und das hat wunderbar funktioniert“, sagt Waltraud Hippel. Sie ist die „Chefkreative“ im Regenbogenverein „Alte Försterei“, wenn es um Gehäkeltes, Gestricktes oder sonst wie Gebasteltes geht.
Auf Ilmenau als Veranstaltungsort hatte sich mit seinem Stand „Handgepresst“ Thomas Lotze aus Jena gut eingestellt. Goethes berühmtestes Gedicht, „Über allen Gipfeln…“- mit „Bleisatz“ gesetzt und aufwendig mit Fotodruck vom Goethehäuschen als Karte gefertigt-, fanden bei wertschätzenden Kennern Absatz.
Das kulturelle, aber auch das kulinarische Rahmenprogramm komplettierte die interessante Veranstaltung, die im Herbst eine Fortsetzung verdient.
tv



DSC_0674.jpg wird angezeigt.

Quelle Foto und Text: Karl Heinz Veit, Freies Wort Ilmenau

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen